Time to say goodbye:

 

Das war der letzte "WeltRaum" in Hallein!

Am 4. November war die letzte Gelegenheit Globales lokal zu diskutieren - 90 Jugendliche hatten dazu die Möglichkeit im Halleiner Kolpinghaus.


Wie kommt man aus dem Verteilungsdilemma heraus, wenn drei junge Frauen unterschiedlichen - aber gleich notwendigen - Gebrauch einer Flöte anmelden? Wie wägt man Interessen ab, wie bewertet man Notwendigkeiten und kann es in so einer Frage überhaupt ein 'richtig' oder ein 'falsch' geben? Stefan Wally, Experte für Demokratie&Mitbestimmung von der Robert-Jungk-Bibliothek, erläuterte anhand dieses Beispiels die Schwierigkeiten der Entscheidungsfindung in einer Demokratie und zeigte auf, dass die Kategorien "richtig" oder "falsch" bei solchen Problemstellungen nicht angewendet werden können. In der Diskussionsgruppe mit dabei war Roland Zehner von der FPÖ.

Aber das war nur eines der Themenfelder, die besprochen und bearbeitet wurden: In der 5. WeltRaum-Veranstaltung dachten die Mädchen und Burschen gemeinsam mit der Bildungsexpertin Katrin Reiter und Gunther Fitzga (Klubdirektor des Team Stronach) darüber nach, welche Art der Bildung ein junger Mensch heute braucht, um gut gerüstet sein Leben leben zu können.

Mit Stephanie Posch, Jugendreferentin der AK Salzburg und LAbg. Martina Jöbstl (ÖVP) ging es daran, über Menschenrechte und Grundrechte zu diskutieren. Heißes Thema war hier die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und da vor allem die Forderung "gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Rund um das Thema 'Menschenrechte' wurde vor allem darüber debattiert, wie es möglich wäre, dass AsylwerberInnen in Österreich am Arbeitsmarkt teilhaben können.

Streamen, Daten in Clouds, wer liest wo mit und was soll eigentlich mit all den gesammelten Daten entstehen? Diese Fragen konnte Hans-Chrisitan Voigt beantworten und Simon Hofbauer, Landtagsabgeordneter der Grünen, gab dazu die politische Sicht der Grünen bekannt.

Angela Riegler von der Konsumentenberatung der AK beantwortete Fragen zu 'Mitverantwortung der KonsumentInnen bei Kaufentscheidungen', 'Ethik und Rohstoffabbau' und sensibilisierte einmal mehr rund um das Thema Kinderarbeit. Die politische Einordnung dazu kam von Vize-Bürgermeister Walter Reschreiter.

Was der Tag auf alle Fälle gebracht hat: Neue Sichtweisen, andere Meinungen, viel Wissen und die Erkenntnis, dass alles miteinander zusammenhängt und sich die Auswirkungen von Geschehnissen irgendwo auf der Welt direkt in Hallein zeigen können.

 

Infos zur Veranstaltung: Juliane Schmid