2. Österreichische Dialogwoche Alkohol


Wie viel ist zu viel?

20. - 26. Mai 2019

Die meisten Menschen in Österreich trinken Alkohol. Für viele ist der Konsum von Alkohol ein Genuss, für einige ein Problem. Alkohol kann zu gesundheitlichen Problemen führen, zu Problemen am Arbeitsplatz oder in der Familie. Doch wie viel darf ich trinken und ab wann wird Alkohol zur Gefahr?

Alkohol ist als Konsumgut und Genussmittel in Österreich weit verbreitet.
Gleichzeitig verursacht risikoreicher und problematischer Konsum Krankheiten, Unfa?lle und menschliches Leid. So gelten rund 370.000 Öterreicherinnen und Öterreicher (5 % der erwachsenen Bevökerung) als alkoholkrank; weitere 9% der Erwachsenen konsumieren Alkohol in einem gesundheitsgefärdenden Ausmaß. Mit den Folgen ist nicht nur die betroffene Person, sondern auch ihr soziales Umfeld konfrontiert.
In Summe entwickeln 14 Prozent der öterreichischen Bevökerung, das sind rund 1 Mio. Menschen, ein Problem „mit Alkohol“.

Im Land Salzburg ist mit zirka 22.000 Menschen mit Alkoholproblemen und knapp 700 Neuerkrankungen im Jahr zu rechnen.

In der Alkoholprävention stehen der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. Über Alkohol wird altersgemäß informiert, risikoreicher Konsum und dessen Folgen werden nicht verharmlost. Über „Trinkunfälle“ und Suchterkrankte soll nicht moralisierend geurteilt und Betroffene auch nicht beschämt werden. Die Fachstelle Suchtprävention bei akzente Salzburg vermittelt jugendspezifische  Sachinformation über dieses „besondere“ Konsumgut sowie entsprechendes Know-How im Umgang damit; sei es auf Parties oder auf Festen, im Sinne einer neuen Feierkultur gilt immer das „Look at your Friends!“-Prinzip. Umgesetzt im „FeierFest“-Leitfaden für jugendschutzgerechte Feste und in der „Super.Ball“-Mappe für Schulbälle, ®akzente Salzburg. 

SGKK-Direktor Dr. Harald Seiss - anlässlich der Eröffnung der Dialogwoche beim Mediengespräch im Europark - zum Thema: „Alkohol gehört zu unserer Kultur und damit zu unserem Leben. Wir sollten den Alkohol aber kontrollieren – sonst kontrolliert er uns. Wer regelmäßig zu viel Alkohol trinkt wird krank – psychisch und physisch. Alkoholkranke Menschen (3/4 davon sind Männer) verlieren bis zu 20 Lebensjahre. Es gibt also gute Gründe, warum auch die Salzburger Gebietskrankenkasse aktive Partnerin des Projektes ist.“ Direktor Harald Seiss erläutert die Beiträge der SGKK: „Wir haben über unsere Kanäle in den letzten Wochen bereits nach Kräften Werbung gemacht für das Projekt, um möglichst breite Teile der Bevölkerung zu erreichen. Weiters haben wir einen Info-Schwerpunkt für Jugendliche (ca. 12 – 20 Jahre) für Social Media-Kanäle erarbeitet. Im Rahmen dieser Aktion gibt es auch einen Pocket-Folder sowie die Webseite www.bleib-gsund.at mit den wichtigsten Inhalten zur Alkoholprävention. Über ihr Gesundheits-Informations-Zentrum (GIZ) berät die SGKK auch (ganzjährig) zum Thema Alkohol. In der Dialogwoche sind die Mitarbeitenden im GIZ gerne täglich über den Info-Schwerpunkt Alkohol für alle Interessierten bzw. Betroffenen da.

Kontakt zum GIZ der SGKK: 0662 8889 -0 oder giz@sgkk.at

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7 Schritte zur besseren Kontrolle

Schritt 1: Wo liegt die Grenze?
Heute sprechen wir weniger von Harmlosigkeits- und Gefährdungsgrenzen und geben eher mengenbezogene Richtwerte an, die jeweils für Frauen und Männer gelten. Was ist für Sie ihre persönlich „richtige“ Menge, mit der Sie „genug“ haben-?

Schritt 2: Wie viel trinke ich? Wo stehe ich?
Beobachten Sie sich selbst eine Zeit lang, wie viel und in welchen Situationen Sie konsumieren. Wenn Sie im Zweifel sind über die noch verträgliche Menge: Reduzieren! Weniger ist besser.

Schritt 3: Erkennen Sie Ihre Motive
Warum trinken, warum manchmal die Grenze überschreiten? Zum Entspannen, lockerer werden, in heitere Stimmung geraten? Weil alle es gerade tun? Oder um den Alltag auszublenden, um sich zu belohnen.
Ehrlich sein ist hilfreich, sich dabei selber abzuwerten – nicht.

Schritt 4: Was hätten Sie anders machen können?
Absichtlich betrunken – oder die Menge allmählich übersehen? Wäre Wasser und alkoholfreie Getränke besser gewesen, stand es zur Verfügung? In Zukunft klappts besser.

Schritt 5: Alkoholpausen
Was bringen die? Man vermeidet Gewöhnung, Erholung für den Körper (denn es ist und bleibt ein Zellgift für den Organismus).

Schritt 6: Tipps & Tricks zur persönlichen Verringerung des Alkoholkonsums.

  • Was an alkoholfreien Getränken schmeckt mir gut?
  • Verdünnen: zB Spritzer; reinen Durst mit purem Wasser stillen
  • „Beißen“ nach alter Art: langsam und in kleinen Schlucken trinken.
  • Genuss auf allen Ebenen: was noch tut mir gut, macht Spaß: kreativ/sportiv sein, lesen, filmen, …
  • NICHT-TRINKEN bei > Schwangerschaft und Stillzeit, Straßenverkehr, Sport, am Arbeitsplatz, bei Medikamenteneinnahme
  • Nicht trinken, wenn man echt schlecht drauf ist.

Schritt 7: Seien Sie stolz auf sich! Auf Ihre Bereitschaft, etwas verändern zu wollen!
Sie haben Ihren Alkoholkonsum reduziert? Wenn Sie es - endlich und nach etwas Mühe – geschafft haben, 1 – 2 Tage in der Woche auf Alkohol zu verzichten bzw. den Konsum zu begrenzen, dann gibt’s allen Grund, um stolz zu sein auf sich, bravo! Vertreten Sie das auch offen nach außen hin.
Schließlich geht es darum, dass Sie gesund bleiben, sich wohlfühlen, und nicht darum, die Erwartungen anderer zu erfüllen oder sich von anderen etwas aufdrängen zu lassen. Holen Sie sich die Kontrolle zurück, entwickeln Sie eigene, individuelle Konsummuster – mit Freude und mit Freunden!

Aus dem Handbuch: „Alkohol. Zwischen Genuss und Gefahr“. Band 8 des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger. Kostenlos erhältlich bei akzente-Fachstelle Suchtprävention, kurzes Mail genügt: suchtpraevention@akzente.net 


akzente Fachstelle Suchtprävention

Wissen was wirkt – Gemeinsam für ein suchtfreies Leben! 
0662/84 92 91-44, suchtpraevention@akzente.net

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