13. PräventionsFrühstück: „Glückskinder. Was – und wer – Kindern zu Glück verhilft“


Alle Menschen wollen glücklich sein und suchen diese Erfahrung auf unterschiedlichste Weisen; denn Glück tut einfach gut. Ist Glück-Haben ein Schicksal – und wie beeinflussen positive Kindheitserfahrungen unser Glücksempfinden? Aber was, wenn Kindheit und Jugend unter keinem glücklichen Stern stehen?

In der Begrüßung der Gäste bezog sich Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn auf eine ganz besonders ergiebige Quelle für seine persönliche Entwicklung: das Aufwachsen als Bergbauernkind und die Fülle – aber auch Entbehrungen – dieser Kindheitserfahrungen.

Daran knüpfte Universitätsprofessor Dr. Anton Bucher an, aufgewachsen auf einem Bergbauernhof in der Schweiz: Er begab sich in seinem Vortrag „Was Kinder schon immer glücklich machte – Haribo, Taschengeld oder ein anerkennend Wort“ auf die Spur der Ursprünge von Kinderglück. Kinder erfreuen sich besonders an unverhofften Geschenken, ein Fahrrad- und Geburtstag-Haben rangiert ganz oben auf der Glücksliste, getoppt nur von Tiere-Halten - für die allermeisten Kinder das Allerschönste!
Jüngere Kinder sind offenbar more happy und ob ein Kind mit Geschwistern aufwächst oder als Einzelkind, ist weniger entscheidend als oft angenommen (so wie sogen. Scheidungskinder nicht per se, sondern durch eine lange Scheidungsphase unglücklicher sind).
Viel Glück gibt’s allerdings dort, wo sich viele Kinder aufhalten; hier können wiederum PädagogInnen und JugendleiterInnen ganz entscheidend Kinderglück fördern durch den beständigen Zuspruch „Du kannst es!“.
>> Vortrags-PDF Anton Bucher >>

Wie mit konsequenter Ermutigung entscheidend Positives in Kinderleben bewirkt werden kann, davon erzählte Mag. Eva Goetz, Psychologin und Inh. Geschäftsführerin von KOKO, dem Kontakt- und Kommunikationszentrum für Kinder in Salzburg; KOKO ist der einzige Träger, der i.A. der Kinder- und Jugendhilfe Krisenstellen für das Alterssegment 6 – 18 Jahren führt. Alle Einrichtungen folgen dem Konzept der Selbstwirksamkeit, den Mädchen und Buben werden Schutz, Achtung und Fürsorglichkeit zuteil. Worüber Kinder in den Wohngemeinschaften oft überrascht sind? Zum Beispiel darüber, dass Schäden repariert und kaputte Dinge nicht gleich weggeworfen werden. Und manches Mal ist für Kinder aus zerrütteten Familienverhältnissen eine eigene, frische Bettwäsche so etwas wie Glück...
Mehr über KOKO-Angebote hier >> www.koko.at

Der Praxiseinblick in das Laureus-Projekt „SportFreunde“ bei akzente Salzburg beleuchtete, wie Gemeinschaftsgefühl und Persönlichkeitsentwicklung Jugendlichen gezielt gestärkt werden können – durch Bewegung und Sportangebote: Birgit Obermann gab als Pädagogische Begleiterin anschaulich Einblick, auf welche Weise teilnehmenden Mädchen und Buben durch die gesteuerten Projektprozesse an individueller Lebensfreude gewonnen haben, siehe SportFreunde-Video hier >>

„Dank der Anstrengungen von Vielen haben Kinder heute festgeschrieben Rechte auf Schutz und Förderung; das Recht auf Glück ist nirgends verbrieft – es liegt an uns, eine Gesellschaft mit einem hohen Glücksquotienten für alle BürgerInnen zu gestalten“, schloss Organisatorin Nicole Rögl-Höllbacher.

Und zwischendurch? Fachgespräche an einem sommerlich-fruchtigen Frühstücksbuffet und im farbenbunten Glücksgarten, mit Glückskarten etc.: Downloads zum Selberschneiden hier >>

Fachlektüre: Handbuch von Anton A. Bucher „Psychologie des Glücks“, Beltz Verlag, 2009; Artikel aus „Schule heute“ hier >>

Fotogalerie >>

Zitat: „Als ich 5 Jahre alt war, erzählte mir meine Mutter, dass Glücklichsein der wahre Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist. Mit 6 wurde ich schließlich in der Schule gefragt, was ich denn einmal werden möchte, wenn ich groß bin. Ich antwortete „glücklich“. Meine Lehrerin meinte, ich hätte die Frage falsch verstanden. Ich aber wusste, sie hatte das Leben falsch verstanden“. – John Lennon

Informationen und Rückfragen:
akzente Fachstelle Suchtprävention im Land Salzburg
Mag. Nicole Rögl-Höllbacher, Leiterin
n.roegl@akzente.net, 0662/84 92 91-41

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