18. PräventionsFrühstück


„Alkohol – wie viel ist zu viel?“ am 22. Mai 2019
im Rahmen der Österreichischen DIALOGWOCHE ALKOHOL, 20.-26. Mai 2019

Zum zweiten Mal wurde österreichweit in der „Dialogwoche Alkohol“ - einer Initiative der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft Suchtvorbeugung – über Alkohol gesprochen.
In Salzburg boten an die 30 Veranstaltungen gute Gelegenheiten, über das Maß und die Motive miteinander und mit Fachleuten zu diskutieren. Eine davon war das Präventionsfrühstück von akzente Salzburg.

Der Umgang mit dem Thema Alkohol ist hierzulande stark geprägt von einem Zwiespalt zwischen Genuss und Gefährdung, der immer noch von Unwissenheit, aber auch von Tabus gekennzeichnet ist. Die Dialogwoche Alkohol bringt uns der Vision der ARGE Suchtvorbeugung näher, die lautet: „Wer in Österreich Alkohol trinkt, tut dies ohne sich und anderen zu schaden. Ein verantwortungsvoller Umgang ist die Norm“.

Die Österreichische Dialogwoche Alkohol leistet einen wichtigen Beitrag, um uns einen vernünftigen Umgang mit der häufigsten „Alltagsdroge“ näher zu bringen. Wir wollen dem Wegsehen und Schweigen beim „Zuviel“ den Dialog entgegenstellen. Die Präventionskampagne will sachlich über mögliche Risiken informieren und anregen, eigene Konsummuster zu überdenken; damit jede und jeder nah beim Ziel des verträglichen Umgangs mit Alkohol steht. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement, die Dialogwoche Alkohol so zu gestalten, dass sich viele Menschen angesprochen und auch gehört fühlen“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Heinrich Schellhorn bei der Eröffnung der Salzburger Dialogwoche am Aktionsstand des Teams von akzente im EUROPARK.

Ebenso begrüßte er die Gäste beim Präventionsfrühstück zwei Tage danach.
Prävention beginnt, wo Erwachsene einen vernünftigen Umgang mit Alkohol vorleben.

Die Dialogwoche richtet sich vor allem an Erwachsene, um hier Aufmerksamkeit für unseren Umgang mit Alkohol zu schaffen in einer Gesellschaft, in der Kinder und Jugendliche vieles gut sichtbar und oft spürbar „mitbekommen“. Viele Angebote zur Suchtvorbeugung setzen ein bei Kindern und Jugendlichen, mit der Stärkung von Selbstwert und sozialen Fähigkeiten und ersten Erfahrungen, wie man aus sich heraus das Befinden gut erkennen und regulieren kann. Diese Balance zwischen Genießen- und Verzichten-Können wird gefestigt durch begleitende Erwachsene, die insgesamt - auch im Umgang mit Alkohol - glaubwürdige Vorbilder sind. Für noch mehr Models-of-good-Practice braucht’s insgesamt mehr Menschen, die sich ihres Vorbildcharakters bewusst sind und entsprechend handeln! So beschreibt Mag. Nicole Rögl-Höllbacher, als Leiterin der Fachstelle und Koordinatorin der Initiative im Bundesland.

Eines von mehreren Highlights der Woche bildete das
PräventionsFrühstück „Wie viel ist zu viel?“
,
bei dem das Team der Fachstelle abermals für viele Gäste auftischen und sie herzlich mit verschiedensten Buttons begrüßen durfte.

Ihre Fachkenntnisse in die Veranstaltung brachten ein:
Mag. Caroline Weinlich, Psychologische und Psychotherapeutische Leitung der SUCHTHILFE Klinik und Supervisorin für Traumatherapie, ebenso Dr. Franz Schabus-Eder, Suchtkoordinator des Landes beim Psychosozialen Dienst Salzburg.
Gefragt, was Beratung leisten und wie diese aussehen kann, meinten die ExpertInnen: Suchtberatung basiert auf dem Grundprinzip der motivierenden Gesprächsführung. Vereinfacht gesagt heißt das, mein Gegenüber dort abzuholen, wo er oder sie gerade „steht“ – und im Dialog die Gründe und Funktionen des Konsums klarer zu machen. Einer Alkoholproblematik liegt oftmals eine psychische Erkrankung zugrunde, die nicht erkannt und nicht angemessen behandelt wird. Alkohol wird dann quasi als Medikament eingesetzt und kann eine fatale Eigendynamik entwickeln. Suchtberatung kann keine Wunder von heute auf morgen bewirken, oft sind es kleine Schritte, die letztendlich aber doch zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität und der Beziehungen zum Umfeld führen.

Behandlungsziel „Schönes Leben“

Als Ergänzung zu bestehenden Therapien von Suchtkranken wurde am Wiener Anton-Proksch-Institut das Orpheus-Programm entwickelt, und zwar von Prim. Univ. Prof. Dr. Michael Musalek, arztlicher Direktor des API, der einen spannenden und „bilderreichen“ Vortrag beim Präventionsfrühstück hielt.
Der Name des Programms geht auf den gleichnamigen Sänger und Dichter aus der griechischen Mythologie zurück. Es heißt, sein Lied sei so schön gewesen, dass daneben sogar die Gesänge der Sirenen ihren Reiz verloren. Diesen Ansatz verfolgt das „Orpheus“-Programm in der Behandlung von Suchtkranken, denn die Wirkungen von Suchtmitteln sind gut mit den Gesängen von Sirenen vergleichbar: betörend reizvoll und wirksam, aber in letzter Konsequenz schädlich. Suchtkranke wissen um die Gefährlichkeit von Suchtmitteln und um alle damit verbundenen Nachteile. Die beste Möglichkeit, der stetigen Verlockung zu entgehen, ist die Schaffung von etwas noch Schönerem, Reizvollerem. Wenn anderes an emotionaler Wertigkeit zunimmt, verliert das vorher so hoch bewertete Gut an Bedeutsamkeit und wird quasi von den oberen Plätzen der Wichtigkeit im Leben verdrängt.

Mehr an informativen wie inspirierenden Ausführungen von Prof. Musalek im
Vortrags-PPT
(aus Lizenzgründen ohne Bilder)

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Die Homepage ist zentraler Punkt der Dialogwoche Alkohol und wartet mit sämtlichen Informationen – vom Selbsttest, Factsheets bis zum Veranstaltungskalender – auf, have a look www.dialogwoche-alkohol.at
Für die Dialogwoche wurden in Salzburg 22.000 Stück der zentralen Infofolder
„Z-Cards“
in den praktischen Aufstellerboxen verteilt und verschickt, an Hausarztpraxen, an Apotheken, an Behörden und vielfrequentierte Einrichtungen.
Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen für deren Mittun und Mitdenken!!! > Weitere Infos zum Nachlesen >>

Initiatorin der Dialogwoche Alkohol ist die Österreichische ARGE Suchtvorbeugung, der Zusammenschluss aller neun Fachstellen für Suchtprävention in den Bundesländern,

in Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, der Gesundheit Österreich GmbH/Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich sowie dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

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Viele Einrichtungen im Land Salzburg luden ein zum Dialog, zum Beispiel:

- 20.-24.5.: SGKK/GIZ, Salzburger Gebietskrankenkasse: Infostand im GIZ
- 20.-22.5.: Magistrat der Stadt Salzburg: Infoaktion „Restalkohol, wieviel, wann?“
- 20.5.: akzente Salzburg/Suchtprävention & S-Pass: Infostand im Europark
- 20./21.5.: KOKO-Paar-und Familienberatung Oberndorf, Salzburg: Infoberatung
- 21.5.: JOJO/Kindheit im Schatten: Theater „Mama geht’s heut nicht so gut“
- 21.5.: Christian Doppler Klinik: Offenes AA-Meeting
- 22.5.: akzente: „PräventionsFrühstück“, Vortrag Prof. M. Musalek u.a.
- 22.5.: Caritas-SOALP: Infococktail-Mix, alkoholfrei und genüsslich
- 22.5.: OASE-Kommunikationszentrum von AhA!: Infoberatung
- 23.5.: Sbg. Arbeiterkammer: „Suchtprävention am Arbeitsplatz“
- 23.5.: Sozial-Jour Fixe Lungau: PräventionsCafe
- 23.5.: Jugendzentrum Zell am See: „Betrunken?“-Workshop
- 23.5.: PSD Zell am See: Vortrag „Familienkrankheit Alkohol“
- 24.5.: Jugendzentrum Kuchl: Klarsichtkoffer-Workshop
- 24.5.: Jugendzentrum CORNER: Cocktail-Workshop
- 25.5.: Suchthilfe Salzburg & Anonyme Alkoholiker: Meeting

Kontakt und Informationen:
akzente Salzburg, Fachstelle Suchtprävention

Glockengasse 4c, 5020 Salzburg
Tel.: 0662/84 92 91-41
Mag. Nicole Rögl-Höllbacher, n.roegl@akzente.net
www.akzente.net/suchtpravention
Wissen was wirkt – gemeinsam für ein suchtfreies Leben!


akzente Fachstelle Suchtprävention

Wissen was wirkt – Gemeinsam für ein suchtfreies Leben! 
0662/84 92 91-44, suchtpraevention@akzente.net

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